02.12.23
Neurodermitis - welchen Einfluss hat die Ernährung?
Symptome einer Neurodermitis
Bei einer Neurodermitis treten die entzündlichen Hautveränderungen vor allem in den Arm- und Beinbeugen auf. Des Weiteren können die Kopfhaut, der Hals und die Hände betroffen sein.
Der Hautausschlag bei Neurodermitis ist meist begleitet von starkem Juckreiz. Diese Hautstellen werden von den Betroffenen oftmals blutig gekratzt, mit der Folge das die Haut nässt und schuppt.
Auslöser für eine Neurodermitis
Die Schutzfunktion der Haut wird durch verschiedene Einflüsse geschwächt. Es wird vermutet, dass bei der Neurodermitis äußere und innere Einflussfaktoren eine entscheidende Rolle spielen. Schadstoffe aus der Umwelt, die die Barrierefunktion der Haut schädigen und somit Bakterien und Viren eine große Angriffsfläche bieten. Aber auch Allergie, Stress und eine ungesunde Ernährung können bei einer Neurodermitis dazu beitragen, dass das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät und über das Ziel hinausschießt und sich in Hautentzündungen widerspiegelt.
Wenn das Immunsystem Kapriolen schlägt, findet man nicht selten die Antwort im Darm. Denn der Darm ist das Zuhause von mehr als 70 Prozent der Immunzellen. Das bedeutet auch, das ein kranker Darm für die Heimat der Immunzellen ein mittleres Erdbeben ist, denn es werden nicht nur viele Darmzellen zerstört und beschädigt, sondern es siedeln sich auch vermehrt krankmachende Bakterienstämme an, die eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem darstellen.
Neurodermitis - was hilft?
Um die Hautbarriere bei einer Neurodermitis zu stärken sind verschiedene Lotionen und Cremes hilfreich, insbesondere die feuchtigkeitsbindenden Stoffe, wie Glycerin oder Urea, enthalten. Für akut entzündete Haut mit nässenden Ekzemen ist indes eine wasserhaltige Pflege geeignet. Akut helfen auch kortisonhaltige Salben, die den Juckreiz lindern.
Gute Pflege hilft bei einer Neurodermitis aber nur begrenzt. Immer wieder schaffen es Viren und Bakterien die Hautbarriere zu überwinden. Daher sollte man das Immunsystem auch mit einer gesunden Ernährung unterstützen.
Neurodermitis und Ernährung
Eine spezielle "Diät" für an Neurodermitis-Erkrankte gibt es nicht. Meiden sollten Betroffene jedoch dauerhaft Lebensmittel, gegen die sie allergisch reagieren. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist grundsätzlich die Basis zur Stärkung der Gesundheit und des allgemeinen Wohlbefindens.
Die Ernährung sollte bei einer Erkrankung von Neurodermitis vor allem zinkreich sein. Denn Zink fördert die Wundheilung und Hauterneuerung, wirkt antibakteriell, antientzündlich und stärkt das Immunsystem. Reich an Zink sind insbesondere Rindfleisch, Käse, Weizenkeime, Haferflocken, Kürbiskerne.
Auch Omega-3 Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken, sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Hier können Seefische, kaltgepresste pflanzliche Öle, wie z.B. Lein-, Leindotter-, Hanf-, Walnuss- oder Rapsöl einen guten Beitrag leisten.
Neben Zink und Omega-3 Fettsäuren spielt auch ein hoherVitamin-D Status eine entscheidende Rolle um Neurodermitis-Folgeerscheinungen zu lindern. Vitamin-D wird mit Hilfe von UV-Strahlen unter der Haut gebildet und trotzdem haben eine Vielzahl von Menschen einen Vitamin-D Mangel. Ein Grund dafür ist, dass die Sonnenstunden in unseren Breitengraden, im Vergleich zu südlicheren Ländern, deutlich geringer sind und nur wenige Lebensmittel (Eier, Seefisch, Pilze, Avocado) tatsächlich ausreichend Vitamin D liefern.
Antioxidantien (z.B. Vitamin C, Vitamin E, Selen) und sekundäre Pflanzenstoffe, die reichlich in Obst und Gemüse enthalten sind, sollten in einer gesunden Ernährung ebenso wenig fehlen, da diese auch die Hautbarriere von innen stärken können.