08.12.22

Warum ist Zucker ungesund?
Zucker und Süßspeisen begleiten seit jeher die Menschen und waren in früheren Zeiten wichtige Energiespender in der kalten und dunklen Jahreszeit.
Im Durchschnitt verzehrt der deutsche Bundesbürger ca. 30 kg Zucker pro Jahr. Dabei wird nur ein Bruchteil dessen im Haushalt verwendet, der überwiegende Anteil nehmen wir bewusst oder unbewusst über zahlreiche Lebensmittel, Getränke und Fertigprodukte zu uns.
Warum essen wir so viel Zucker?
Ja, wir haben es doch immer schon gewusst, wir können nichts dafür - das Verlangen nach Süßem ist uns angeboren. Das ist wohl richtig, aber wie die intensiv süß ein Lebensmittel schmecken muss oder wie häufig wir Süßes essen, das erwerben wir uns im Laufe eines Lebens. Je häufiger man Süßes verzehrt, je stärker man süßt, desto mehr gewähnt sich der Organismus an den Zuckerkonsum.
Die Wissenschaft hat zudem herausgefunden, dass Süßigkeiten unsere Stimmung beeinflussen und uns Geborgenheit geben. Vor allem in der dunklen Jahreszeit, wenn sich die Sonne nur selten und wenig blicken lässt, dann sinkt der Serotoninspiegel im Blut - ein Botenstoff der für unsere Glücksgefühle zuständig ist. Mit Hilfe von Süßigkeiten, vor allem Schokolade wird der Serotoninspiegel positiv beeinflusst und unsere Stimmung steigt. Den gleichen Effekt kann man erreichen beim Verzehr von süßen Obst. Obst liefert dazu auch noch Vitamine und Mineralstoffe, die den Körper beim Verstoffwechseln von Zuckerbausteinen unterstützen.
Warum ist Zucker ungesund?
Längst sind die Zeiten vorbei, als Zucker schlicht weg als nur ungesund für die Zähne galt. Reiner Zucker wird heute oftmals als "Droge", oder "Gift" bezeichnet. Ein zu viel an Zucker kann die Organe schädigen, z.B. werden Fettpolster aufgebaut und führen dazu, das die Organe verfetten. Unser Blutzuckerspiegel erhöht sich unweigerlich wenn Zucker in reiner Form oder über Lebensmittel aufgenommen und verwertet wird. Aller Zucker, der nicht verwertet werden kann, wandert unweigerlich in Form von Fett auf die Hüften, Beine und Bauch. Dieser Umstand kann im Laufe der Zeit zu Folgekrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen führen.
Wie kann man Zucker reduzieren? - sich zuckerarm ernähren?
- schrittweise den Süßigkeitskonsum reduzieren
- esse Süßes mit natürlichen Zuckergehalt, z.B. frisches und getrocknetes Obst
- bei starken Süßverlangen, ein Stück dunkle Schokolade mit hohen Kakaoanteil genießen
- Frucht-Konfekt mit getrocknet Obst anstatt Plätzchen zubereiten
- öfter mal zu Nüsse greifen
- verzichte auf Fertigprodukte
- Süßstoffe vermeiden
- Süßspeisen mit Zimt und Anis würzen
- Süßgetränke meiden, wie Soft-Drinks, Energie-Drinks
- Augen auf beim Einkauf - Zutatenliste lesen!
Emotionale Verknüpfung mit Zucker
Ein weiterer Faktor, der unseren hohen Zuckerkonsum erklärt, ist die emotionale Verknüpfung, die viele Menschen mit Zucker haben. Süße Speisen sind oft Teil sozialer Rituale und Belohnungen. Schon als Kinder erhalten wir oft Zucker als Belohnung oder Trost, was uns darauf konditioniert, bei Stress oder Traurigkeit zu Süßigkeiten zu greifen. Im Erwachsenenalter greifen viele weiterhin zu süßen Snacks, um sich in emotional belastenden Situationen besser zu fühlen. Zucker triggert das Belohnungssystem im Gehirn, indem er die Ausschüttung von Dopamin fördert – einem Neurotransmitter, der für das Gefühl von Freude und Wohlbefinden verantwortlich ist. Vor allem in Zeiten emotionaler Instabilität, wie z. B. bei Stress oder Einsamkeit, wird Zucker daher häufig als eine schnelle, wenn auch kurzfristige, Lösung genutzt. Diese Verknüpfung erschwert es, den Zuckerkonsum zu kontrollieren.
Kurzes Video: Süßes Gift - Zucker:
https://youtu.be/N_40uwyK7R0